Hotel Jagdhaus
Wernigerode
Als erstes Ziel von Reiki wird eine ganzheitliche körperliche und seelische
Heilung angegeben. Bei der Anwendung von
Reiki soll durch den Praktizierenden eine "Verbindung" zwischen einer
angenommenen "universellen Energie" und dem Empfangenden hergestellt werden.
Nicht der Praktizierende gebe Reiki, er stelle sich als Kanal zur Verfügung, so
die Anhänger dieser Methode. Reiki soll beim Empfänger ganz von alleine dorthin
fließen, wo es benötigt werde. Laut Praktizierenden verhilft es dem Empfangenden
zu einer tiefen Entspannung. Es soll die Selbstheilungskräfte des Körpers
stärken und beispielsweise helfen, eine Krankheit schneller zu überwinden. Als
Unterschied zu anderen sog. "Energiemethoden" wird hervorgehoben, dass Reiki von
Disharmonie automatisch angezogen werde, dass es unabhängig von Glauben oder
geistigen Fähigkeiten wirke, dass es keine Diagnose erfordere, dass es nicht
manipulativ eingesetzt werden könne und dass es nach den Einweihungen ohne
Training ein Leben lang verfügbar sei.
Entstehungsgeschichte
Seit seiner Jugend war Mikao Usui auf der Suche nach Heilungsmethoden. Er
studierte Bücher und Schriften über Heilkunde in der ganzen Welt. Nachdem er mit
seinen Ermittlungen fast abgeschlossen und immer noch nichts Passendes gefunden
hatte, begab er sich 1922 zum Fasten auf
einen heiligen Berg in der Nähe Kyotos. In der Nacht zum einundzwanzigsten Tag
habe er am Himmel ein helles Licht gesehen, das ihn einhüllte. Am
darauffolgenden Morgen stieß er seinen Fuß an einem Stein, dass er blutete. Als
er aber seine Hände auf die Wunde legte, sei die Blutung gestillt worden. Am
gleichen Tag habe Usui erfolgreich die Zahnschmerzen einer Frau behandelt.
Seitdem wird Reiki von Lehrer zu Schüler durch Initiation (man unterscheidet
verschiedene Grade) weitergegeben und nur mündlich überliefert.
Es wird vermutet, dass über 99% der heute Reiki Praktizierenden aus der Linie
Usui-Hayashi-Takata stammen. Die
Verbreitung von Reiki im Westen geht insbesondere auf Frau Takata zurück, die
die einzige Reiki-Meisterin (Meister heißt hier "Lehrbefähigter", s. u.) im
Westen war, bis sie gegen Ende ihres Lebens 22 weitere Meister ausbildete.
Die tatsächliche Herkunft von Usuis System ist ungeklärt, nur wenige
unabhängige Dokumente existieren über die Ursprünge und Einflüsse. Es gibt
jedoch oberflächliche Ähnlichkeiten zum chinesischen Taoismus und zu buddhistischen Philosophien bei Form
und Namen der Reikisymbole. Die Reikilehre beinhaltet jedoch nicht die
essentielle buddhistische Lehre
der Drei
Daseinsmerkmale (dukkha, anicca, anatta) und kann daher nicht als solche
gelten.
Ob Reiki nun tatsächlich durch übernatürliche Eingebung empfangen,
wiederentdeckt oder aus verschiedenen Ursprüngen von Usui und seinen Anhängern
zusammengestellt wurde, kann aufgrund der mangelnden Dokumentation nicht
endgültig geklärt werden.
Die Reiki-Grade Traditionell gibt es im Reiki drei Grade, die nachfolgend beschrieben werden.
Mittlerweile haben sich allerdings auch Schulen entwickelt, die diese weiter
aufgeteilt oder mit anderen Systemen vermischt haben. Bei Abänderungen des
Systems kann man möglicherweise nicht mehr von Reiki sprechen. Usui selbst hat
sein Reiki-System als in sich geschlossen und vollständig bezeichnet.
Reiki basiere auf Energieübertragungen ähnlich dem Kriya-Yoga, sogenannten
Einstimmungen oder Initiationen. Durch die Einstimmungen soll der in jedem
Menschen natürlich vorhandene Reiki-Kanal von Blockaden gereinigt und somit die
Möglichkeit geschaffen werden, Reiki durch die Hände weiterzugeben. Mit Ausnahme
der Meisterausbildung werden die verschiedenen Reikigrade gewöhnlich in
Wochenendseminaren unterrichtet. Die meisten Reikisysteme unterscheiden drei
Grade, wobei der dritte Grad den sog. Meistergrad bezeichnet.
Quelle:
wikipedia.org
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